EIN FESTIVAL - ZWEI ANSICHTEN!  HEAVEN SHALL BURN ODER DESASTER

LINKS NADINE NÄSER UND RECHTS SUSI MARTIN

Heaven Shall Burn

Desaster

JA! Es war wieder soweit! Ein Jahr Vorfreude und ja es war einfach nur geil! Diesmal spielten auch schon Freitag Bands, welche nicht zu verachten waren! 18 Euro, auch wenn viele sich über den Preis beschwerten (da angeblich so viele „unbekannte“ Bands... scheiße wenn man keine Ahnung hat), waren akzeptabel und Preis-Leistungs-Verhältnis... es gab einen Preis? Am Eingang gab es dann solche neckigen Bändchen und ja, sie hatte recht, die sind wirklich unkaputtbar! Langsam trottete dann die Menge ein und baute ihre Zelte auf. Wir selbst durften uns auf unser eigenes Bett freuen. Kurz nach 21 Uhr ging es los, Scavenge spielte. Um ehrlich zu sein, soviel hab ich nicht davon mitbekommen, aber gleich darauf spielte Artless! Der Bass haut wirklich um, zurecht wurde Jedi gefeiert und es macht wirklich Spaß ihnen zuzuhören und auch zuzusehen! Das Shirt des Drummers flog schnell weg, Grützer musste schnell aufs Dixie (welche sehr schnell voll waren, die chronischen Mosher hatten wohl nicht mit so einem Ansturm gerechnet), was unsere Theorie, dass der Bass die Darmbewegung fördert, nur bestätigte. Was sehen die Jungens von Artless doch lieb aus, war wohl mit Heaven Shall Burn eine der wenigen Bands wo die Langhaarigen in der Unterzahl sind. Sie werden von mal zu mal besser, kein Wunder mehr, dass sie im Talschock spielen werden. Weiter ging’s mit Ganymed, deren Sänger durch seinen Witz bekannt ist. Es war ebenfalls einen Spaß ihnen zuzuhören und ihr Vegetarierhit „Fleisch“ gaben sie natürlich auch wieder zum Besten. Logischerweise kamen dann auch die versprochenen „ruhigeren“ Lieder. Wie immer hielt es Sänger Christian nicht lange in dem so beengendem T-Shirt aus und so flog das dann auch wieder weg, nur blieben diesmal die Schuhe an. In den Genuss Mathyr zu sehen kamen wir dann nicht mehr, der drei Mann umfassende Pöbel machet sich auf den Weg nach Haus, seltsamerweise haben wir es unbeschadet überstanden! Die Nacht war kurz, vom Dröhnen unterstützt und von Vorfreude gekennzeichnet. Samstags ging es weiter, der Pöbel ließ es sich nicht nehmen seinen Stand klar zu definieren und kam erst zur ... dritten Band?! Die erste Band die man zu sehen bekam war dann Yattering, es ist natürlich ein Nachteil wenn man so früh spielen muss (hat auch zur Folge, dass die Erinnerung etwas schwacher ist), waren aber doch gut, eine Band bei der der Bassist mal singt (soweit ich weiß wie Vader aus Polen), aber ja, einer der Favoriten. Welche Band kam danach? Nun, hier muss Susi nachhelfen, aber ich denke sie weiß es auch nicht, über die nächsten Bands war man sich uneinig, keiner wusste wer es war, ich meine mich erinnern zu können, es war Lost Soul? Oder Fall of Serenity? Nun, auch kein Renner, aber war schon gut anzuhören, halt so eine Band, die man kennen muss um sich an sie zu erinnern. Jedenfalls für mich. Saxorior, darauf hat man sich gefreut. Zurecht, wie ich meine, ebenso wie Purgatory, gemosht wurde nicht sooft, man wollte sich doch für den Rest aufsparen. Der erste Höhepunkt war dann doch Moshquito! Ja, erfreut sie jetzt doch endlich mal zu sehen, da sonst immer verpasst, ging das Getöse dann auch los. Es wurde nicht zuviel versprochen, Moshquito, kamen wie ein Moskito angesurrt und das moshen fiel auch nicht schwer, nur eben nicht auf Hochtouren, denn gleich darauf kamen Desaster. Man kann drüber streiten, wer besser war, Desaster oder Heaven Shall Burn. Desaster hatten schon voriges Jahr unsere Gehörgänge nicht zu knapp zum vibrieren und surren gebracht und auch dieses Jahr haben sie wieder ordentlich zugeschlagen! (nur mal so am Rande, sehr interessant auch wieder die mit Nägeln und Nieten durchschlagenen Lederkluften, nur diesmal ohne Corpse Paint?). Nach mehreren Zusammenstößen und versehentliche Schläge auf alle möglichen Körperteile, kam es dann bei der für mich geilsten Band des abends Heaven Shall Burn zu dem verheerenden Schlag auf Kopf. Aber nein, durch die Band so begeistert versuchte man die Schmerzen und Übelkeit zu unterdrücken und weiter ging es. In dem Moment hieß es nur weiter mit den Brandstifters, scheiß auf Vader. Sie waren mit die melodischsten des Abends, haben wirklich reingehauen, wie sonst niemand. Aber alles hat ein Ende und Vader, die Headliner, die eigentliche Band des Abends, musste ja auch noch spielen. Und die Menge bewegte sich, Pogo. Langsam hege ich einen gewissen Groll dagegen, doch es bleibt einem nichts anderes übrig als die Ellebogen hochzunehmen und den Arm als Schutzschild zu benutzen. Vader wurde gefeiert ohne Grenzen, mich persönlich haben sich nicht wirklich umgehauen. Ein Teppich aus Gitarrenklängen, nicht zu verachten, aber ... klumpig mit vielen Fusseln, trieb uns dann schon zeitig aus dem Zelt. Zusammengefasst kann man nur eines sagen, es war absolut geil. Eine weitere Theorie hat sich entwickelt, die vorletzten und vorvorletzten Bands sind die geilsten, man kann sich drüber streiten welche von beiden und die letzte, ja, ok, nicht wie Vanden Plas voriges Jahr ein gemächlicher Absacker (ein guter wie ich finde), aber doch das Ende eben. Geschmackssache. Was das ganze auch so „grandiös, pompös“ gemacht hat, waren die netten Menschen. Meist darauf bedacht nicht zu belästigen, waren fast alle sehr nett (außer eben auf ein paar die eben doch der Meinung sind, weibliche Wesen sind doch was seltenes auf dem Planeten und vorallem auf so nem Festival und somit die hintere weibliche Physis etwas genauer studieren wollten), ein besonderer Gruß gilt den Jungs (und dem Mädel) aus Zwota (?!) und ein riesen Dank den Leuten vom Moshers Klub, die wahnsinnig freundlich waren und wieder ein geiles Open Air auf die Beine gestellt haben. Ja ich liebe euch alle. Auf alle Fälle bis nächstes Jahr!

CHRONICAL MOSHERS! Mal wieder ein Jahr später, mal wieder ein Jahr älter. Zwei Tage lang in purer Ekstase, denn dieses Jahr wurde der Metalnachwuchs schon Freitag auf die Bühne gescheucht. Gemeint sind Artless, das Moshers Club Eigengewächs. Und was lässt sich sagen? Bravo! Die Herren werden von mal zu mal geiler, man könnte fast – aber wirklich mit enormen Augenzwinkern sagen- die Punker des Metal! Pogo hier und da, Spaß, Spaß, Spaß und Signor Grützer triebs beinahe die Wurst ausm Arsch. Siehe Theorie Nadine links. Die Stimmung war schon am Freitag kurz vorm explodieren und beinahe wäre das ganze in einer hübschen Schlägerei ausgeartet, aber für so was gibt’s ja die Security, die sehr „beherzt“ eingegriffen hat. Danach gings feuchtfröhlich mit den Blödelbarden von Ganymed weiter. Christian mal ausnahmsweise nicht bis zum Rand voll (das hat er sich bei diesem Event wohl doch nicht getraut) und richtig schon –Achtung- straight nach vorn. Immer hau drauf. Fein, fein. Gespielt wurden 40 Minuten. Leider gings dann nach Hause, denn manch einer musste arbeiten (ICH ICH ICH).

Am Samstag trudelten wir pünktlich zur dritten Band ein. Wer wars? Yattering. Zunächst mal fiel einem diese Gestalt von Sänger auf. Richtig böse, wie er seine Augen bis zum Augenweiß verdreht hat. Sköne Oken! Sköne Oken! Noch hübscher aber die Windmaschine, die sein seidiges Haar umspielte und ihm zwei Strähnen links und rechts wie Hörner aufstellte. Der Sound klingt anfangs eher nach Thrash, wir dann aber fix ein böses Deathgebrüll. Gitarren bis zum zerreißen hochgestimmt. Holterdiepolter! Nicht zum letzten mal klang die Snare wie Omas Kochtopf. Egal, weiter gings und zwar mit...tja... das Pack hat sich lieber vorm Zelt zu Bier und Wodka versammelt (schöne Grüße an die Zwotaer!) und arrogant die nächsten zwei Bands ignoriert. Reichlich angeheitert gings dann zum ersten Geheimtipp Saxorior, die in der diesmonatigen Rock Hard auf nem Sampler vertreten sind. Fazit: wenn man so zeitig spielt weiß man nicht mehr wies war. Doch es setzt sich zum ersten Mal der Gedanke durch, dass die Qualität am Freitag bis jetzt besser war. Stimmung geiler, alles geiler haha. Bis auf die netten Zwotaer haha.

Dann mal wieder ne Band, wir meinen mal Lost Soul. Das Pack saß wieder vorm Zelt und hat sich über Gott, die Welt und die Vorzüge von..naja... unterhalten. Ich sag nur: böse jüdische Weltherrschaftszeichen auf unseren Ausweisen....himmel noch mal. Richtig ab ging das Zelt dann zum ersten mal bei Moshquito. Die Herren haben sogar im Metal Hammer den Demo des Monats Kack gewonnen. Die Erwartungen dementsprechend hoch. Und es war geil! Richtig derbe. Erinnerungsmerkmal hier: der ziemlich alte /altaussehende Saitenschwinger. Was ja dem Mosh keinen Abbruch tut.
Danach kams richtig geil. Die Herren Purgatory knallten uns die Ohren weg. 40 Minuten Dauermoshen und der Hals hat sich entgültig verabschiedet.

Die Spannung stieg, denn jetzt bestiegen die irren Desaster die Bühne, dieses Jahr ohne Corpse Paint, aber trotzdem recht furchteinflößend. Natürlich die obligatorischen drei Meter Nietenarmbänder, mit denen der Sänger die erste Reihe aufspießte und sich einen Schaschlik drauß briet (haha). Desserhalb kamen wir auch ganz vor. Zum Glück war der Herr dann schon satt. Hammer! Hammer! Für mich waren Desaster DIE Band des Abends. Köpfchen dreh dich Köpfchen dreh dich. Die bösen Herren hatten sichtlich Spaß und feierten sich selbst, uns und die Welt. Etwas witzig waren auch die unzähligen Crowdsurfing Versuche anzusehen, die meistens nach 2 Metern endeten. Meistens aber sind sie gesprungen und niemand hat sie aufgefangen haha. Wie bitte soll man die auch auffangen, wenn man grad Windmühle spielt? Recht dämlich war das. Recht dämlich aber auch, dass ich ähnlich wie Nadine beinahe ausgeknockt wurde. Naja, macht nix. Desaster waren so schön..haha...das klingt geil. Ich komm gar nicht mehr aus dem Schwärmen.

Dann wieder auftanken. Zwischendurch dann eine sehr nette Rederei mit einem Musikanten der Band Psychotop, der sich von der ganzen Musikwelt missverstanden fühlt. Ja, es ist wirklich schwer. Als Heaven Shall Burn die Bühne enterten und sich die Meute schon wieder drin befand wurde mir noch ein Jägermeister ausgegeben. Is gut gegangen, er kam nicht wieder raus. Aber jetzt rein zu den Sunnyboys, denn Himmelsschallbrennern. Oder doch Pyromanen? Ein echtes Fegefeuer haben sie hingelegt. Auf jeden Fall hat niemand an diesen Abend so einen Klangteppich gezaubert, das war schön und hat an Disbelief erinnert. Hart aber doch melodisch, ein schier unglaubliches Kunststück. Die kurzhaarigsten mit Artless. Ach, das is schon putzig haha. Fast so niedlich wie Desaster, die nun auch im Publikum Metallerspieße sammelten. Und wie dankbar diese Jungens von HSB doch waren! Zwischen jedem Stück ein Dankeschön an Reichenbach. Dann noch ein Liedchen für die Damen und fertig war der Glücksbrei.

Danach waren alle kaputt und gespannt auf die Bühnenhuren Vader. Die aber haben die Power von Heaven Shall Burn nich so richtig mitnehmen können. Die Luft war irgendwie raus. Musikalisch wars auch nur halb so packend, wir haben uns entschlossen das Zelt zu verlassen. Aber vorher hat Nadine im Wutrausch allen Pogoteilnehmern Tritte verpasst, die aggressive Sau. Schade, jetzt dauerst wieder ein Jahr und dann bitte wieder mit Disbelief. Harrrrrrr......

 

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